Medizin und Krebsforschung

Sollte man Medikamente im Internet bestellen?

Schon in den Neunziger Jahren, versuchten Versender aus Großbritannien mit günstigen Kontrazeptiva den deutschen Markt für sich zu erobern. Im Jahr 2000 gründeten der niederländische Apotheker Jaques Waterval und der Deutsche Ralf Däinghaus die Versandapotheke DocMorris. Unter Umgehung der Arzneimittelpreisverordnung und des Versandhandelsverbotes wurden Arzneimittel an deutsche Verbraucher geschickt.Über das Internet und über Pick-up-Stellen bestellen deutsche Kunden Medikamente in Holland.

Worauf muss ich beim Erwerb von Medikamenten übers Internet achten?

Das Geschäftsmodell fand schnell Nachahmer. Mit der Europa-Apotheek, Schleckers Versandabteilung Vitalsana und etlichen kleineren Anbietern entstand in der deutsch-niederländischen Grenzregion eine Branche, die sich darauf spezialisiert hatte, deutsche Kunden mit Arzneimitteln zu versorgen. Hier erfahren Sie worauf beim Erwerb von Medikamenten über das Internet zu achten ist. Leider sind nicht alle Onlineanbieter seriös. Nutzen Sie einen Preisvergleich Medikamente um von vornherein eine gewisse Qualität sicherzustellen; denn hier gibt es nicht nur die günstige Apotheke, hier werden Apotheken werden vom Preisvergleicher auch auf gewisse Kriterien hin geprüft. Die im Jahre 2004 aufgehobene Preisbindung für rezeptfreie Medikamente hat bei den stationären Apotheken nicht unbedingt zu einer massiven Preisreduzierung geführt, die allerdings bei den Onlineanbietern vorgenommen wurde.

Worauf muss man sich als Kunde bei der Bestellung von Arzneimitteln einstellen ?

In ihrer Ausgabe 05/2010 testete die Stiftung Warentest 50 Apotheken, davon waren 23 Versandapotheken. Im Gesamturteil schlossen nur vier Online-Apotheken mit Befriedigend ab, der Rest kam nur auf Ausreichend oder Mangelhaft. Deswegen ist der Onlinekauf wohl nicht in jedem Falle empfehlenswert. Wichtig ist, dass es sich wirklich um das beschriebene Medikament handelt. Das muss der Verkäufer garantieren. Vor allem Schlankmacher, Schmerzmittel, Potenzmittel und Anabolika aus Fernost können einen falsche Wirkstoffe falsche Wirkstoffkonzentrationen enthalten.

Beim Internetkauf sollte man vorsichtig sein

Der Online Anbieter sollte der europäischen Rechtsprechung unterliegen. Idealerweise sind seine Pflichten vom deutschen Fernabsatzgesetz geregelt. Woher eine Firma stammt, erkennt man am Impressum. Enthält die Webseite keine Impressum – Finger weg. Auch Internetapotheken müssen Beratung anbieten, das ist gesetzlich vorgeschrieben. Für verschreibungspflichtige Arzneimittel gilt nach wie vor die Preisbindung. Ein Preisvorteil ist demnach bei der Bestellung im Internet nicht zu erwarten. Allerdings ist es natürlich bequem, speziell wenn man in einer Gegend wohnt, wo die nächste Apotheke nicht mal eben um die Ecke ist. Eine zusätzliche Chance Geld zu sparen ist der Kauf von sogenannten Generischen Medikamenten. Dies sind Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff, die allerdings nicht vom Originalhersteller stammen.
Zusammenfassung : Wer genau weis was er braucht und die vorgenannten Tipps befolgt, der kann getrost im Internet Arzneimittel einkaufen und somit Zeit und Bares einsparen.

Fotourheber: Benicce – Fotolia

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